Düsseldorf – Die deutsche Gesundheitswirtschaft erfreut sich bei Kapitalbeteiligungs­ge­sellschaften großer Beliebtheit. Das hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesell­schaft PwC in ihrem „Transaktionsmonitor Gesundheitswesen“ ermittelt. Demnach beteiligten sich im vergangenen Jahr Private-Equity-Firmen deutlich häufiger an Fusionen und Übernahmen im Gesundheitssektor. Dabei interessierten sich die Kapitalgeber vor allem für Investments im Bereich der Pflege und der ambulanten Versorgung. „Die steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen, die alternde Bevölkerung und die wei­terhin anhaltende Niedrigzinsphase machen Investments im Healthcare-Sektor besonders attraktiv“, sagte Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC. Zu­dem sei der Gesundheitsmarkt weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankun­gen und biete großes Konsolidierungspotenzial. Besonders stark ist der Trend zur Marktkonsolidierung im Bereich der Pflege. Hier inte­res­s­ieren sich die Investoren neben der Übernahme der Pflegeeinrichtungen auch für den Kauf von Pflegeheimimmobilien. Ähnlich dynamisch wie in der Pflege entwickelt sich der Transaktionsmarkt im Bereich der ambulanten Versorgung. Neben Pflegediensten standen dabei vor allem Medizini­sche Versorgungszentren (MVZ) auf der Wunschliste der Investoren. So stieg zwischen September 2017 und September 2018 allein die Zahl von vertragszahnärztlichen MVZ in der Hand von Private-Equity-Firmen um 79 Prozent.